Förderprogramm Wohnqualität Flughafenregion

Hintergrund

Die Bevölkerung rund um den Flughafen Zürich wächst deutlich stärker als im kantonalen Durchschnitt. Das ist ein klarer Beleg für die Attraktivität dieser Region. Das überdurchschnittliche Bevölkerungswachstum ist aber auch einer der zentralen Treiber des Zürcher Fluglärm-Index (ZFI).

Der Zürcher Regierungsrat ist bestrebt, die Zahl der vom Fluglärm stark belästigten Personen so tief wie möglich zu halten. Ende 2009 beschloss er, gestützt auf § 3 Abs. 4 des Gesetzes über den Flughafen Zürich, die Verordnung über den Zürcher Fluglärm-Index (ZFI-VO). Die im Dezember 2011 revidierte Verordnung bildet die rechtliche Grundlage für das vorliegende Förderprogramm «Wohnqualität Flughafenregion».

Wirksamkeit erhöhter Wohnqualität

Die Wirkung erhöhter Wohnqualität auf die Störungswirkung des Fluglärms lässt sich anhand der Verringerung von Aufwachreaktionen zuverlässig abschätzen. Für die Berechnung der Aufwachreaktionen in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr wird für den ZFI in der Regel von einem Fenster in Kippstellung ausgegangen, woraus eine sogenannte «Einfügungsdämpfung» für den Übergang vom Aussen- zum Innenpegel von -15 dB resultiert. Die Entwicklung von MINERGIE®- und vergleichbarer Bauten zeigt jedoch, dass moderne Wohnbauten zunehmend mit Komfortlüftungen (mit Zu- und Abluft sowie Wärmerückgewinnung) erstellt werden. Komfortlüftungen erhöhen die Energieeffizienz und haben einen günstigen Einfluss auf das Raumklima. Sie gestatten es, auch bei geschlossenem Fenster und damit mit verbesserter Schalldämmung zu schlafen. Das gilt auch für sogenannte Schalldämmlüfter, die mit dem Schallschutzprogramm des Flughafens zu diesem Zweck vor allem in Schlafräumen eingebaut werden. Berechnungen der Empa zeigen, dass die Anzahl der durch Fluglärm stark im Schlaf gestörten Personen durch einen hochwertigen Schallschutz um bis zu 80 Prozent verringert werden kann.